Der Verein stellt sich vor:

Auf Initiative von Josef Jakl, Ferdinand Jungbauer, Josef Leister und Xaver Schneider wird am Sonntag, den 23.Januar 1966 im Gasthaus zum Kreuz eine Versammlung zur Gründung eines Schützenvereins abgehalten. Aufgrund von Vorschlägen der Anwesenden ergibt sich, dass der neue Verein in erster Linie dem Schießsport dienen soll. Eine weitere Aufgabe soll aber auch die Auffrischung und Erneuerung des gesellschaftlichen Gemeindelebens sein. Nach ausgiebiger Diskussion wird dann der Schützenverein 66 Dirgenheim e.V. mit 29 Mitgliedern gegründet. Folgende Personen zählen zu den Gründungsmitgliedern: Josef Holzinger, Anton Gall, Otto Botschek, Walter Fischer, Herman Gall, Xaver Schneider Stefan Rechtenbacher, Ferdinand Jungbauer, Josef Jakl, Anton Jakl, Wendelin Lechner, Johann Putschögl, Wolfgang Schneider, Josef Mühlberger, Andreas Senz, Josef Leister, Hans Stimpfle, Xaver Strobel, Franz Putschögl, Georg Plail, Eugen Strobel, Georg Strobel I, Georg Strobel III, Hermann Strobel, Richard Wollner, Adolf Rienmüller, Albert Strobel, Georg Strobel, Georg Stark, Albert Lipp. Anschließend wird die Vorstandschaft gewählt: Xaver Strobel (1.Vorsitzender), Ferdinand Jungbauer (2. Vorsitzender), Albert Lipp (Schriftführer), Hermann Strobel (Kassierer), Josef Jakl, Josef Leister, und Walter Fischer (Ausschussmitglieder).


Bereits am 18.Maärz 1966 findet die erste Mitgliederversammlung statt, um weitere grundlegende Vereinsaktivitäten zu planen. Um den Schießsport durchführen zu können, wird beschlossen, ein Gewehr und drei Seilzuganlagen anzuschaffen. Schiesszeiten sowie die Gebühr für das Übungsschießen werden festgelegt. Der Jahresbeitrag soll 15,- DM, für Jugendliche die Hälfte, betragen.
Aufgrund der aktiven Betätigung beim Schießen kann der Verein noch im selben Jahr eine Mannschaft für die Rundenwettkämpfe melden. Sie setzt sich aus den Schützen Josef Jakl, Georg Schneele, Ferdinand Jungbauer, Gerhard Majek, Hans Putschögl, Josef Leister und Hermann Strobel zusammen. Anfang Januar 1967 führt der Schützenverein Dirgenheim, der nun schon 34 Mitglieder aufweisen kann, das erste Preis- und Königsschießen durch. Der erste Schützenkönig des Vereins heißt Ferdinand Jungbauer.


1967 wird auch erstmalig ein Faschingsball im Vereinsraum abgehalten, welcher beim Publikum großen Anklang findet.
Bei der Hauptversammlung im Jahr 1969 wird der Mitgliedsbeitrag erneut diskutiert. Schließlich wird er von 15,- DM auf 12,- DM herabgesetzt Im Sommer 1970 findet das erste Gartenfest statt, bei dem der Musikverein Dannstadt aus der Pfalz auf musiziert. Das Fest wird zu einem großen Erfolg.

Die Generalversammlung im Jahr 1972 ergibt eine gravierende Veränderung der Vorstandschaft. Das Amt des 1. Vorsitzenden wird von Georg Schneele übernommen. Des Weiteren fungiert nun Peter Stepan (2. Vorsitzender), Georg Stark jun. (Kassierer), Wolfgang Schneider (Jugendleiter), Eugen Strobel (Schriftführer), Josef Leister (Waffenwart) sowie Ferdinand Jungbauer, Alfons Strobel und Josef Reiber als Beisitzer.

1973 wird der Faschingsball, der bisher im Vereinsraum stattgefunden hat, zum ersten Mal in der Turn- und Festhalle veranstaltet. Um das äußere Erscheinungsbild des Vereins zu verbessern, werden einheitliche Hemden und Krawatten angeschafft. In Eigenarbeit wird eine Wurstbude gebaut, die besonders beim Gartenfest gute Dienste tut.
Frau Senz, die Wirtin des Vereinslokals, plant den Neubau eines Saales, was die Möglichkeit mit sich bringt, die Schießanlage im Kellergeschoß unterzubringen.


Beim 10jährigen Bestehen 1976 kann der Schützenverein Dirgenheim 98 Mitglieder aufweisen. Um das Jubiläum beim Gartenfest unabhängig von der Wetterlage feiern zu können, wird zum ersten Mal ein Festzelt aufgestellt.
Als der Umbau des Vereinslokals abgeschlossen ist, zeiht der Verein mit einer neuen Schießanlage in das Kellergeschoß ein. Das Interesse Schießsport nimmt zu, und so können drei Mannschaften für die Rundenwettkämpfe gemeldet werden. 
Beim Preis- und Königsschießen im Jahr 1978 wird erstmals um die Würde eines Jugendschützenkönigs geschossen. Erster Jugendkönig wird Erich Mahler.


Bei der Hauptversammlung stellt Georg Schneele sein Amt als 1. Vorsitzender zu Verfügung, das von Josef Rechtenbacher übernommen wird. 1979 ist zum ersten Mal von einer Geländenutzung im Dirgenheimer Steinbruch für eine Kleinkaliber-Schießanlage die Rede. Auf sportlicher Seite etabliert sich das Pistolenschießen. Luftgewehrschütze Erich Mahler qualifiziert sich nach einem 3. Platz bei den Bezirksmeisterschaften auch für die Landesmeisterschaften in Esslingen.
Bei der Generalversammlung 1980 wird einstimmig beschlossen, im Dirgenheimer Steinbruch eine Kleinkaliber-Schießanlage zu errichten. Das dominierende Ereignis im Jahr 1981 bildet das 15jährige Jubiläum. Bei den Feierlichkeiten werden einige Mitglieder für Ihre Vereinstreue geehrt.


1982 beschließt die Hauptversammlung den Bau eines Schützenhauses. Die KK-Anlage soll allerdings erst später hinzukommen. Im Jahre 1984 bildet sich eine vereinseigene Theatergruppe, die an Ostern ihre erste Aufführung darbietet.
Am 15. Juni 1984 nimmer Bürgermeister Köhnlein den ersten Spatenstich zum Bau des Schützenhauses vor.
Im September verbringen die Tell-Schützen aus Stuttgart-Münster ihren Jahresausflug in Dirgenheim. Zwischen den beiden Vereinen entsteht eine gute Freundschaft, die noch heute anhält. Die unterdessen anhaltenden Baumaßnahmen erfordern viel Einsatz aller Mitglieder, insbesondere den der Vorstandschaft.


1986 ist dann das Bauvorhaben abgeschlossen, und somit steht das 20jährige Jubiläum in Verbindung mit der Schützenhauseinweihung vor der Tür. Diskussionen bei der Hauptversammlung führen zu dem Ergebnis, dass eine Fahne erst zum 25jährigen Jubiläum angeschafft werden soll. Um den Verein an den Festtagen neu repräsentieren zu können, werden neue Trachtenanzüge gekauft. Am Freitag, den 18.Juli 1986, ist es dann soweit. Der Schützenverein Dirgenheim feiert sein 20 jähriges Jubiläum, verbunden mit der Schützenhauseinweihung. Den Auftakt bildet ein Festabend mit Eherungen. Am Samstag gastieren die „Kaiserlich Böhmischen“ beim Bunten Abend. Nach dem Gottesdienst im Festzelt am Sonntagvormittag wird das Schützenhaus feierlich eingeweiht. Zahlreiche Vereine aus nah und fern nehmen am Festumzug teil und sorgen am Nachmittag für ein voll besetztes Festzelt. Den Ausklang des Festes bildet eine politische Kundgebung mit Staatsekretär Georg Gallus am Montagabend. Ein gelungenes Fest, zu dem sicherlich auch das herrliche Wetter beigetragen hat.


Die Genehmigung sowie Zustimmung der Hauptversammlung liegen bereits vor, als im Frühjahr 1987 mit dem Bau der KK-Anlage begonnen wird. Für einen zusätzlichen Ansporn im Schießsport sorgt Josef Leister der im Januar 1988 einen Wanderpokal stiftet. Im Herbst gleichen Jahres kann der Verein zum ersten Mal eine Mannschaft für die jugendrundenwettkämpfe melden. Jungschütze Matthias Strobel erringt im folgenden Februar die Würde des Kreisschützenkönigs.


Das Jahr 1989 ist immer noch vom Bau der KK-Anlage geprägt, die schließlich bei der Kirchweih im November offiziell eingeweiht wird. Die Generalversammlung 1990 bringt eine Veränderung der Vorstandschaft mit sich. Vorstand Rechtenbacher stellt sein Amt als 1. Vorsitzender zu Verfügung, dass von Georg Stark übernommen wird.